Referenzprojekt Udomlja

Referenzprojekt Udomlja

Wie wir ein tonnenschweres Problem logistisch umschifften.

Transport von ReaktorteilenDie Aufgabe: 

Der Kunde, ein Subcontracter einer russischen Behörde, beauftragte uns, mehrere Komponenten von Wärmetauschsystemen eines Reaktors vom tschechischen Hersteller bis zu einem Kraftwerk nach Udomlja in Zentralrussland zu transportieren. Die Stadt Udomlja befindet sich etwa 300 Kilometer nordwestlich von Moskau. Die Komponenten bzw. Hochdruckerhitzer sollten in Udomlja zusätzlich von uns entladen, aufgestellt und ausgerichtet werden. Das Besondere: Die Gewichte der einzelnen Teile bzw. Komponenten betrugen bis zu 113 Tonnen. Und die Abmessungen bis zu 1057 X 398 X 403 cm (L X B X H). Die Entfernung zwischen Startpunkt und Zielort beträgt auf dem Landweg etwa 2000 Kilometer.

Umschlag auf BinnenschiffDie Herausforderung:

Der Transport von tonnenschweren Gütern auf dem Straßenweg ist sehr kostenintensiv und auch in physischer Hinsicht eine große Herausforderung, wenn es um die Brückenstatik und Straßenbelastung geht. Hinzu kommen diverse Überführungen, Stromleitungen, Straßensperre- und Reparaturarbeiten, die einem zügigen Transport im Wege stehen. Zusätzlich wird für diese Art von Transporten eine von der Bahn der jeweils betroffenen Transitländer ausgestellte Negativbescheinigung benötigt. Sie bestätigt, dass die Beförderung der Hochdruckerhitzer auf dem Schienenweg nicht möglich sei.

Transport per SchiffUnsere Lösung: 

Nach sorgfältiger Streckenprüfung durch unseren Spezialisten haben wir eine Lösung gefunden: Wir haben die Länge der Landstrecke einfach auf ein Minimum reduziert, und zwar in dem wir für den Transport auch ein Binnenschiff eingesetzt haben. Zunächst transportierten wir die Güter per Schwertransporter im Konvoi im Shuttle-Modus unter Polizeibegleitung zu einem geeigneten Hafen an der Elbe. Dies gelang uns ins kürzester Zeit und wir benötigten dabei nur wenig Spezialequipment. Dort wurde die Sendung unter Zuhilfenahme von mobilen Kränen, Traversen und Spezialgurten auf ein Binnenschiff umgeschlagen. Trotz niedrigen Wasserpegels gelang es uns, die Anschlussstelle in Lübeck ohne weitere Schwierigkeiten zu erreichen. In Lübeck überwachten wir den Umschlag der Güter auf MAFI-Trailer. Zusätzlich engagierten wir zur Sicherheit für alle Umschlagsschnittstellen je einen Surveyor. Nicht umsonst: Denn die Sendung war immerhin mehrere Millionen Euro wert. Darum hatten wir für unseren Kunden auch eine Versicherung abgeschlossen. Anschließend ging der Transport per Fähre weiter nach St. Petersburg. Im dortigen Hafen erfolgte der Umschlag auf russisches Schwerlastequipment und wir regelten auch schnell die Zollabfertigung. Unter dem Einsatz von eigenen Begleitfahrzeugen sowie zusätzlichen Polizeifahrzeugen transportierten wir die Sendung zur Ladestelle nach Udomlja. Parallel dazu brachten wir spezielles hydraulisches Gerüst dorthin, verdichteten den Boden und legten ihn mit Betonplatten aus. Wir verlegten Schienen und konnten so mit hydraulischen Hilfsmitteln und dem Einsatz eines Tiefbettladers die Wärmetauscher in die Reaktorhalle transportieren. Und richteten sie anschließend auf dem Fundament auf.

Sonntag, 9 April 2017

TCA: Unser Frachtführer-Netzwerk besteht aus über 500 Transporteuren

Diese verfügen über eigenes Transport- und Logistik-Equipment. Unsere guten Beziehungen zu ihnen ermöglichen es uns, auf die Anforderungen und Wünsche unserer Kunden flexibel einzugehen. 

TCA Logistik Fakten

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